• Franziska Roth

Brandanschläge auf Briefkästen und beleidigende Kommentare


Bei mir und zwei weiteren SP-Politikern brannten im April letzten Jahres die Briefkästen. Bis heute konnte jedoch nicht herausgefunden werden, wer für die Brandanschläge verantwortlich ist. Aus diesem Grund wird das Verfahren nun eingestellt.


Es ist kein leichter Fall gewesen. Und ich werde oft noch auf den Anschlag angesprochen. Die Leute wollen wissen, wie es mir geht. Ich selber habe immer ein mulmiges Gefühl so um den ersten Mai herum.

Von links bis rechts waren die Menschen betroffen und haben ganz klar ihre Ablehnung gegenüber solchen dummen und gefährlichen Aktionen kundgetan.


Doch auch Mails bekomme ich, jetzt abgesehen vom Briefkasten, derart unter der Gürtellinie verfasst, dass ich es hier nicht sagen kann.


Die Urheber solcher Taten oder Äusserungen wollen markieren, aber nicht diskutieren. Das finde ich schade.


Wenn ich aus dem Haus gehe, schaue ich jetzt einmal mehr nach allen Seiten. Angst habe ich aber nicht. Nach wie vor bin ich mit dem Velo, dem ÖV oder zu Fuss unterwegs.

Doch auch wenn das Verfahren jetzt abgeschlossen ist, ganz vorbei ist es nicht. Es ist ein Teil meiner politischen Geschichte. Beim Briefkasten öffnen bleibt das ungute Gefühl. Das zumindest habe die Täter erreicht.


Link zum Artikel aus der Solothurner Zeitung und zum Radiobericht auf Radio 32 vom 17. August 2020.

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