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Tour d’économie bei der Marti AG Solothurn

  • Autorenbild: Franziska Roth
    Franziska Roth
  • 4. März
  • 3 Min. Lesezeit
Tour d’économie bei der Marti AG Solothurn

Ein Bauunternehmen mit Vielfalt, Innovation und Wachstumsdruck


Ende Februar 2026 war ich zu Besuch bei der Marti AG Solothurn und durfte mich mit Geschäftsführer Christoph Müller austauschen. Die Marti AG ist Teil der Marti Gruppe Solothurn, die ein breites Portfolio an spezialisierten Bau- und Ingenieurleistungen vereint. Dazu gehören Unternehmen wie der Baustoffpark Walliswil, die STA Strassen- und Tiefbau AG, die Grund- und Tiefbau AG Solothurn, die Stump-BTE Bautechnik AG und die Alwatec AG. Gemeinsam realisieren diese Unternehmen Bauprojekte zu Lande und unter der Erde – mit modernstem Equipment und grossem Know-how.


Im Gespräch stellte Christoph Müller vor allem die Grund- und Tiefbau AG Solothurn, die Stump-BTE Bautechnik AG und die Alwatec AG im Detail vor. Der anschliessende Rundgang verschaffte einen Einblick in den technisch-tiefgründigen Alltag dieses Betriebs.

 


Ein Netzwerk starker Baukompetenzen


Die Marti AG Solothurn ist seit Jahrzehnten in der Bauwirtschaft verwurzelt und hat sich zu einem Zentrum für anspruchsvolle Bauprojekte entwickelt. ISO-Zertifizierungen in Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitssicherheitsmanagement unterstreichen diesen professionellen Anspruch und die Verlässlichkeit für Kundinnen und Kunden.  


Die Grund- und Tiefbau AG Solothurn ist spezialisiert auf schwierige Spezialtiefbauarbeiten – etwa grosse Baugruben und Baugrubenabschlüsse in geologisch schwierigen Böden. Mit einer Spezialisierung, die auch überregional gefragt ist, leisten sie nationale Dienste im Spezialtiefbau.  


Die Stump-BTE Bautechnik AG steht für europaweite Bohrtechnik, von Brunnen und Grundwasserabsenkungen aller Art bis zu Präzisions- und Tiefbohrungen – Leistungen, die nicht nur der Infrastruktur dienen, sondern auch dazu beitragen, Sicherheit an Orten und für Menschen zu gewährleisten. So zum Beispiel im Kanton Graubünden bei Kernbohrungen, deren Ergebnisse für eine umfassende Sicherung des Dorfes Brienz (Brinzauls) dienen.


Die Alwatec AG ist ein hochspezialisierter Anbieter von Haus- und Umwelttechnikprojekten, etwa in Wasser-, Abwasser- und Ablufttechnik. Projekte wie die Dimensionierung und Auslegung von Brauch- und Abwasserbehandlungsanlagen bei Grossinfrastrukturen zeigen, wie wichtig diese ingenieurtechnischen Lösungen für die Sicherheit und Funktionalität von Bauwerken sind.

 


Herausforderungen: Personal und Marktlogik


Ein zentrales Thema im Gespräch war die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden. Für die Marti AG arbeiten insgesamt rund 450 Mitarbeitende, darunter 25 Lernende, in die bewusst viel investiert wird. Die Ausbildung eigener Spezialistinnen und Spezialisten ist ein Eckpfeiler der Personalstrategie – etwa, wenn Grundbauer inhouse auf Spezialtechniken wie Sondierbohr- und Spundwandarbeiten geschult werden, weil es in der Schweiz nur sehr wenige Firmen gibt, die solche Spezialausbildungen anbieten.

Trotz dieser Bemühungen ist die Akquise von Fachkräften anspruchsvoll. Moderne und digital getriebene Rekrutierungswege – zum Beispiel über schnelle Online-Bewerbungsprozesse – bringen zwar Resonanz, doch langfristige Verbundenheit mit dem Unternehmen sei heute für viele junge Mitarbeitende nicht selbstverständlich.

Auch der Markt übt Druck aus: Material- und Geräteintensität in Bauprojekten bedeutet hohe Investitionen und Wartungskosten. Spezialmaschinen mit Anschaffungskosten im Millionenbereich sowie die Pflege grosser Maschinenparks fordern nicht nur Kapital, sondern auch Expertise.

 


Ausbildung als Zukunftskapital


Ein ermutigender Aspekt ist die positive Entwicklung im Bereich der Berufsausbildung. Der ganze Konzern setzt mit #martifuture, dem Label für die Nachwuchsförderung, gezielt auf Lernende, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Dass mehrere Lernende in fünf verschiedenen Lehrberufen gleichzeitig ausgebildet werden, fördert den Teamgeist und die gegenseitige Motivation.

 

«Wenn wir gut ausbilden, sichern wir die Zukunft unserer Betriebe»,

sagte Christoph Müller.

 


Wo Politik unterstützen kann


Das Gespräch hat klar gezeigt: Politik und Wirtschaft müssen näher zusammenrücken, um tragfähige Rahmenbedingungen zu schaffen. Besonders relevant sind dabei:

  • Bildung und berufliche Entwicklung: Ausbildungswege für Spezialberufe müssen weiter gestärkt werden – mit praxisnahen Angeboten und einer Attraktivitätssteigerung für junge Menschen.

  • Infrastruktur und Bauwirtschaft: Rahmenbedingungen, die KMU in der Bauindustrie nicht unverhältnismässig belasten, sondern echte Leistung anerkennen und unterstützen.

  • Digitalisierung und Personal: Unterstützung bei digitalen Rekrutierungslösungen kann helfen, den Fachkräftebedarf effizienter zu decken.

 


Mein Fazit


Der Besuch bei der Marti AG Solothurn hat mir eindrücklich gezeigt, wie eng Kompetenz, Innovation und Wirtschaftlichkeit miteinander verknüpft sind – und wie wichtig es ist, diese Kräfte zu stärken. Wenn wir die Herausforderungen in Ausbildung, Personal und Rahmenbedingungen ernst nehmen, können wir nicht nur den Standort Solothurn stärken, sondern auch die gesamte Bauwirtschaft nachhaltig sichern.

Besonders beeindruckt hat mich, wie konsequent Unternehmen wie die Marti AG in den letzten Jahren auf nachhaltige Lösungen im Bauwesen gesetzt haben – Lösungen, die sowohl der Effizienz als auch der Umwelt zugutekommen.


Solche Unternehmen sind nicht nur Dienstleister – sie sind Motoren für Wertschöpfung, Sicherheit und Zukunftsperspektiven.



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